Endlich wieder eislaufen – ab dem 21. November

Was für eine freudige Nachricht für Kinder! Auch in diesem Jahr gibt es die Eisbahn in Heinzels Wintermärchen.

Nach einem ausgefallenen Markt-Jahr und einem Markt unter Corona-Bedingungen freuen wir uns in diesem Jahr auf Eislaufen ohne Einschränkungen, auf eine neue Tribüne sowie auf nationale und internationale Eistanzstars. 

Wie man in der aktuellen Energiekrise eine Eisbahn verantwortungsvoll betreiben kann, erklärt Veranstalter Rodney Ranz.

Sollte man in dieser Situation eine Eisbahn zu betreiben?

Mit dieser Frage haben wir uns sehr intensiv beschäftigt. Wir glauben, dass gerade in der jetzigen Zeit eine Veranstaltung wie Heinzels Wintermärchen wichtig ist, da sie den Menschen Freude bereitet und eine schöne Gelegenheit bietet zusammenzukommen und Freunde zu treffen. Wir denken hier vor allem an die Kinder und Jugendliche, die in Krisenzeiten auf vieles verzichten mussten. 70% unserer Besucher auf dem Eis sind Kinder und Jugendliche. Die Eisbahn ist gerade für sie ein besonderer Treff- und Anziehungspunkt. Vor allem in den Winterferien nach Weihnachten gibt es keine vergleichbaren Angebote für sie. 

Außerdem sprechen die Zahlen gerade nicht für eine Absage von Heinzels Wintermärchen. Ein Besuch in Heinzels Wintermärchen verursacht pro Besucher 0,165 kwh Stromverbrauch. Das ist weniger als 1% des Tagesverbrauchs eines Bundesbürgers. Das ist so wenig, weil der Weihnachtsmarkt gleichzeitig von vielen Menschen besucht wird und sich alle den Verbrauch teilen. Wenn man Zuhause bleibt, verbraucht man in der Regel mehr Energie. Hinzu kommt, dass wir seit vielen Jahren für den Weihnachtsmarkt und die Eislaufbahn ausschließlich TÜV-zertifizierten Ökostrom nutzen, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Und wir sind seit einigen Jahren klimaneutral.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung sich in ihrem Erlass bewusst dazu entschieden, jeden zum Energiesparen aufzurufen und gleichzeitig nicht einzelne Betriebe oder Wirtschaftszweige zu schließen. Diesem Aufruf folgen wir. Mit verschiedenen Maßnahmen werden wir rund 30% Energie einsparen.

Gab es Überlegungen, die Eisbahn mit Kunsteis zu betreiben, um Energie zu sparen?

Wir haben das Eislaufen auf Kunsteis getestet und vor allem die stark erhöhte Unfallgefahr für Eisläufer würde uns große Sorgen bereiten. Um eine Entscheidung zu treffen, haben wir uns daher zunächst einmal angesehen, wieviel Strom wir für die Eisbahn tatsächlich nutzen. Da wir bei zwei Millionen Besuchern auf den einzelnen Besucher gerechnet sehr wenig Strom brauchen – nämlich wie oben genannt weniger als 1% des Tagesverbrauchs eines Bundesbürgers – war für uns früh klar, dass wir den Weg der Energie-Einsparung gehen möchten. 

Welche Energiespar-Maßnahmen sind zur Zeit geplant?

Den größten Effekt wird eine aufwendige Isolierung des Eisbahn-Bodens nach unten haben sowie eine neue elektronische Temperatursteuerung. An unterschiedlichen Messpunkten im Eis haben wir eine neuartige elektronische Temperaturmessung eingebaut. Diese Messung ermöglicht eine stromsparende Steuerung bis hin zur zeitweisen Abschaltung der Kühlaggregate. 

Das sichtbarste Zeichen ist sicherlich, dass wir die großflächigen Elemente der Weihnachtsmarktbeleuchtung nach 23 Uhr ausschalten. Nicht ausgeschaltet wird, was vor allem zur Verkehrssicherung notwendig ist. 

Darüber hinaus wird auf Heizungen in den Ständen verzichtet. Außerdem stehen wir in engem Kontakt mit Händlern und Gastronomen, um weitere Maßnahmen zu vereinbaren. Hier sind unter anderem die geteilte Nutzung von Kühlflächen, energiesparende Beleuchtung usw. im Gespräch.


Mehr Informationen gibt es auf unserer Seite zum Thema Nachhaltigkeit: https://www.heinzels-wintermaerchen.de/nachhaltig.html

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